Morgenstunde (1144. Blog-Notat)

Die ersten sechs Künstler-Hefte sind gebunden und in Cellophan-Tüten gesichert. Nachmittags gehen sie auf den Postweg, es müssen noch Briefmarken in Zehdenick beschafft werden. Ich merke, ich bin auch beim Falten und Binden langsamer geworden, aber darauf kann ich mich einstimmen. Es ist das lange Stehen am Pult bei den Verrichtungen. Es braucht Sitzpausen, damit der Sauerstoffgehalt im Blut nicht so extrem absackt. Ein paar Minuten, dann ist er wieder im grünen Bereich.
Zuhause lässt sich das alles regeln, unterwegs – schwierig. Deshalb bin ich das auch kaum. Wie dem auch sei, ich finde, die Hefte sind gelungen, wäre schön, es käme ein Feedback 😊. Ich weiß, das ist eher selten.
Heute geht’s an die nächsten Teile, ich hab meine Freude daran. Darüber hinaus lenken mich das Bauen, auch das Schreiben gut von den Befindlichkeiten ab. Was gar nicht so leicht ist, wenn man schon vom Ankleiden am Morgen schwer außer Atem kommt. Der erste Stimmungskiller im Tag. Ich schleiche dann mit meinem Heißgetränk hinüber ins Atelier. Lese ein paar Nachrichten und fange dann langsam mit meinen Dingen an. Nichts mehr erzwingen, fließen lassen… Und immer wieder belese ich mich: was hilft den Fortgang der COPD IV zu entschleunigen? Beispielsweise keine Getränke mit Kohlensäure mehr trinken, denn die Gase können auf Zwerchfell und Lunge Druck ausüben. Instinktiv hatte ich das schon vor einigen Jahren gelassen, das Nachlesen brachte mir heute die Bestätigung… Man muss sich einfach für die Lebensführung mit dieser Krankheit sehr viel selbst erarbeiten, denn Ärzte haben bei den Terminen für solcherart Aufklärung wenig Zeit.

Hier geht es zu den Lesekostproben:

Flüsterton (1)
https://www.schorfheidewald.de/oeffentliches-schreiben-an-einer-geschichte/flusterton-1/
Flüsterton (2)
https://www.schorfheidewald.de/oeffentliches-schreiben-an-einer-geschichte/klausur-woche-iii-2/

Zu den anderen Heften der EDITION.

Klausurbeginn

Es wieder soweit: ich beginne meine Winterklausur und schicke meine Gedanken in geheimes Leben: Das Innere 😊. Geplant sind vier, fünf Stunden täglich volle Konzentration. Heißt, hier auf dem Blog wird es derweil wenige Posts geben, vielleicht hier und da eine Lesekostprobe, mal sehen. Die erste Geschichte wird „Flüsterton“ heißen, den Einstieg schrieb ich schon Ende November im Krankenhaus… Wie immer bin ich selbst gespannt, wohin es mich führen wird. Natürlich bleibe ich ansprechbar, denn das Leben geht ja weiter und das Kunst- und Honighäuschen ist sowieso immer offen für Euch …
Bis die Tage!