Morgenstunde (696. Blog-Notat)

Ein Nachmittag auf Samtpfoten war das gestern bei Freunden am Wentowsee. Sinnieren auf ihrer Seeblick-Terrasse. Die Wärme drückte uns in den Schatten und dennoch hatten der Liebste und ich mehr Sitzefleisch als gewöhnlich. Vier Stunden blieben wir, tafelten und erzählten von den gegenwärtigen Unbehaglichkeiten. Wir haben alle seit langer, langer Zeit schwere Schultern…
Ich bemerke, dass ich immer öfter bezweifele, was uns als „nicht verifizierte“ Nachrichten tagtäglich serviert wird. Denn schlussendlich heißt das ja nichts anderes als, diese Nachrichten sind nicht nachgewiesen, sind etwas vom Hören sagen, was auch heißt, es kann ganz anders gewesen sein. Trau schau wem! „Nicht verifiziert“ – von diesen nicht gesicherten Meldungen gibt es inzwischen zu viele, dass macht unglaubwürdig. Seriöse Recherche ist das nicht. Man spürt in dieser Zeit, dass Medien die notwendige Distanz zur Politik nicht mehr wahren. Aber indem verspielen sie im Grunde ihre Position der sogenannten vierten Macht… und ihre Unabhängigkeit.

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2 Gedanken zu „Morgenstunde (696. Blog-Notat)“

  1. Dieses Gefühl den Medien nicht mehr zu trauen, habe ich auch seit langem. Das ist ein Vertrauensverlust, der sich nur sehr sehr schwer wieder herstellen lässt. Die Zeit täglich zur gleichen Zeit seine Nachrichten zu hören, um sich zu informieren ist vorbei.🥲

    1. Liebe Marion, ja das sehe ich überall, immer mehr Menschen schauen kein TV oder lesen keine Zeitungen mehr. Aber es ist auch gefährlich, nicht mehr hinzusehen. Gesundes Misstrauen reicht nicht, um nicht doch wieder verführt zu werden. Liebe Grüße an die Küste!

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