Morgenstunde (551. Blog-Notat)

Die Flaggenwoche neigt sich und sie hatte doch etwas echt Altmodisches: Banner von Hand gestalten, das macht doch heutzutage kein Mensch mehr, dafür gibt es Druckfabriken oder Kopiershops. Aber dieses Handwerkeln war mal wieder ganz schön, die Dinge bekommen so Seele. Und weil ich so schön dabei war, hab ich dem Liebsten noch eine kleine Honigflagge gezaubert, die er heute in die Straßenlinde hängen konnte, als Zeichen – es ist NEUER HONIG da. Schrift- und Grafikmaler ist auch so ein Beruf, den es nicht mehr gibt. Was habe ich in der 70er Jahren für gigantische Bühnenbilder gemalt, Ausstellungswände oder Stadtaufsteller für den Spreepark. Heute hängt man bedruckte Planen auf und gut ist‘s und perfekter geht’s gar nicht. Beim Schriftschreiben auf der Seide – da läuft hier mal die Farbe etwas aus und da gibt’s eine Ungenauigkeit der Handschrift. Wir wurden einst auf Genauigkeit gedrillt, aber die Tagesform folgt eigenen Gesetzen. Jedenfalls kann ich es noch, falls in einem länger währenden Stromausfall Zeichen zu setzen sind… und das war die gute Erfahrung dieser Woche…

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