Morgenstunde (32)

Zu Beginn der Lesung. Die schönen Blumen (links) musste ich mir erst einmal verdienen… Fotos: Lutz Reinhardt

Das war ein feiner Abend. Es hatte sich ein gutes Publikum versammelt, das ein Gespür für Andeutungen und Hintersinn mitbrachte und mir auch vier kurze Wackelkontakte verzieh. Gott sei Dank war mein Liebster im Raum geblieben. Er sprang schnell auf, schaltete den Verstärker zwei, dreimal an und aus, dann funktionierte das Teil wieder. Früher hätte mich so etwas vollkommen aus dem Konzepte gebracht, heute habe ich nur noch rumgewitzelt. Die moderne Anna-Ditzen-Bibliothek in Neuenhagen verströmt zu Veranstaltungen dieser Art eine tolle Atmosphäre: An einer Minibar schenkt man hier zu den Lesungen geistige Getränke aus und hatte zum „Stumme-Gänse-Krimi“ Gänsehäppchen angerichtet. Der harte Kern der Stammgäste plauderte schon eine schlappe Stunde vor Beginn in der gemütlichen Leselonge. Diese Zeit bevor die Leselampe die Sicht auf meine Leseblätter erhellt, ist für mich die schrecklichste… Lampenfieber eben. Das verfliegt wie es kam – gleich nach den ersten Zeilen. Die Autorin fühlte sich im Reich von Chefin Stefanie Reich gut aufgehoben und konnte für die uckermärkische Kriminalgeschichte „Stumme Gänse“ begeistern – was will man/frau mehr. Es blieb ein Abend der technischen Störungen, draußen vor der Tür gab das Auto beim Start „Motorschaden“ an und streikte. Aus, an – warten, erneut starten und auf ging‘s durch die Nacht.

Mitarbeiter Thomas Mees zündete zur Lesung die Teelichte an und verabreichte den Gästen die geistigen Getränke.

Bei der Eröffnung mit Stefanie Reich. Die schöne, gedämpfte Lichtstimmung kommt hier durch das Blitzlicht leider nicht zur Geltung…

 

Ankündiger im Märkischen Echo zur Lesung. . Ein paar Ungenauigkeiten sind im Text. Z.B. „Wahl-Barnimerin“ stimmt natürlich nicht, weil Kurtschlag eben schon in OHV liegt, aber in der Schorfheide. Und der Erpel ist eigentlich ein Ganter…

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