Klangzeit für den Frieden

Seit 2009 besteht die Kantorei Wandlitz als ein inzwischen 40-köpfiger gemischter a-cappella-Chor. Mit einem zur Hälfte geistlichen, zur Hälfte weltlichen Repertoire veranstaltet die Kantorei jährlich mehrere eigene Konzerte in der Region Wandlitz und Berlin, gestaltet Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde Wandlitz und gastierte in zahlreichen Kirchen, darunter die St. Thomas-Kirche Berlin-Kreuzberg, die Kirche Alt Pankow, der Berliner Dom und die St. Laurentius-Kirche Rheinsberg. Der Chor tritt bei Festivals (z.B. Scheunenfest Schönwalde, Brassens-Festival Basdorf, Heidefest Zühlsdorf, Lange Nacht der Chöre Reformationskirche Berlin-Moabit) und Feierlichkeiten (Vernissagen, Weihnachtsmärkte, Festgottesdienste) sowie bei Veranstaltungen der Gemeinde Wandlitz (z.B. Bürgermeisterempfang) auf. Die Kantorei singt überwiegend Kompositionen in Originalsprache; die zeitliche und stilistische Bandbreite reicht vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, von Renaissance über Gospel bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Arrangements. Gegründet im September 2009 unter der Leitung von Katharina Tarján, ist die Kantorei Wandlitz ein inzwischen 40-köpfiger gemischter a-cappella-Chor. Mit einem zur Hälfte geistlichen, zur Hälfte weltlichen Repertoire veranstaltet die Kantorei jährlich mehrere eigene Konzerte in der Region Wandlitz und Berlin, gestaltet Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde Wandlitz und gastierte in zahlreichen Kirchen, darunter die St. Thomas-Kirche Berlin-Kreuzberg, die Kirche Alt Pankow, der Berliner Dom und die St. Laurentius-Kirche Rheinsberg. Der Chor tritt bei Festivals (z.B. Scheunenfest Schönwalde, Brassens-Festival Basdorf, Heidefest Zühlsdorf, Lange Nacht der Chöre Reformationskirche Berlin-Moabit) und Feierlichkeiten (Vernissagen, Weihnachtsmärkte, Festgottesdienste) sowie bei Veranstaltungen der Gemeinde Wandlitz (z.B. Bürgermeisterempfang) auf. Die Kantorei singt überwiegend Kompositionen in Originalsprache; die zeitliche und stilistische Bandbreite reicht vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, von Renaissance über Gospel bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Arrangements.

Die Kantorei: Seit 2009 besteht die Kantorei Wandlitz als ein inzwischen 40-köpfiger gemischter a-cappella-Chor.  Mit einem geistlichen und weltlichen Repertoire veranstaltet die Kantorei jährlich mehrere eigene Konzerte in der Region Wandlitz und Berlin. Die Kantorei singt überwiegend Kompositionen in Originalsprache; die zeitliche und stilistische Bandbreite reicht vom 16. bis zum 21. Jahrhundert, von Renaissance über Gospel bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und eigenen Arrangements.

Die Kantorei Wandlitz   ist am 17. Juli 2016 in der Zerpenscheuser Ziegelfachwerkkirche  zu Gast    

Ein Sommerabend am Langen Trödel. Das Wasser wabert friedlich durch die Zeit. Stille liegt über dem staubigen Sommergrün, bis ein blauer Kombi die Straße hinauf kommt und eine zarte Frauengestalt sportlich aussteigt und Kisten in die Zerpenschleuser Ziegelfachwerkkirche schleppt. Kaum später sind alle Parkflächen belegt und 38 Männer und Frauen tragen neben ihren schwarzen Notenmappen Bretter herbei. Vorn im Altarraum werden sie zu sechs Bühnenstufen zusammen gesteckt und in mögliche Anordnungen geschoben: Wie passen sie am besten? Einer rollt Kabel aus, verbunden taucht der Ort in rotes Licht. Die Stimmung wirkt feierlich. Aber noch übt der Organist auf der Empore, während auf dem Kokosläufer im Mittelgang plaudernde Grüppchen auf die Ansage der Chorleiterin warten. Die Chefin der Wandlitzer Kantorei Katharina Tarján agiert flink, leise fordernd: „So, ihr Lieben. Einmal alle nach vorne. Schön, dass ihr alle da seid. Wir singen an und schauen, wie wir stehen werden.“ Am Sonntag, dem 17. Juli, wird die Wandlitzer Kantorei in dieser klangschönen Kirche eines ihrer thematischen Sommerkonzerte geben. In diesen schwierigen Zeiten wählte Katharina Tarján das Thema Frieden. Und weil sie es nicht moderieren wollte, sprechen jetzt literarische Texte aus mehreren Jahrhunderten von dem fordernden Wunsch und Imperativ: Frieden! Das Herz des Sommerkonzertes bildet die „Peace Mass“ für Frauenchor und Orgel des britischen Komponisten Bob Chilcott. In Deutschland eher unbekannt, werden seine Kompositionen weltweit von Chören und aufgeführt. Der Schmelz aus Frauenstimmen und Orgel wird am Sonntag die Konzertbesucher innig berühren und fraglos mitreißen. Dafür werden sie sorgen.

Die Dirigentin: Als Tochter einer Grazer Opernfamilie wurde Katharina Tarján (Jahrgang 72) die Faszination für Musik und Musiktheater in die Wiege gelegt. Sie studierte Musik- und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, der Universität der Künste Berlin und wurde in Gesang und Chorleitung ausgebildet. Nach festen Engagements als Dramaturgin am Tiroler Landestheater in Innsbruck und bei den Brandenburger Sinfonikern ist Katharina Tarján seit 2001 in Berlin freiberuflich als Dramaturgin, Chorleiterin und als Musik- und Theaterpädagogin tätig. Von 2004-2012 agierte sie im Leitungsteam der Berliner Kammeroper. Inzwischen lebt sie in Stolzenhagen, ist Leiterin der Kantorei Wandlitz, des Wandlitzer Kinderchors und des Hochschulchors Singin' Alice der Alice-Salomon-Hochschule Berlin-Hellersdorf. Daneben arbeitet sie als Musiklehrerin an einer Montessori-Schule, lehrt als Dozentin an der Landesmusikakademie Berlin und ist am dm-Projekt „Singende Kindergärten“ beteiligt. Seit 2014 gehört Katharina Tarján zum Team des Kinderopernhauses Lichtenberg, wo sich ihre Talente und Ausbildungen ideal begegnen. ' Fotos: Lutz Reinhardt

Die Dirigentin: Als Tochter einer Grazer Opernfamilie wurde Katharina Tarján (Jahrgang 72) die Faszination für Musik und Musiktheater in die Wiege gelegt. Sie studierte Musik- und Theaterwissenschaft an der FU Berlin, der Universität der Künste Berlin und wurde in Gesang und Chorleitung ausgebildet. Nach festen Engagements als Dramaturgin am Tiroler Landestheater in Innsbruck und bei den Brandenburger Sinfonikern ist sie seit 2001 in Berlin freiberuflich als Dramaturgin, Chorleiterin und als Musik- und Theaterpädagogin tätig. Fotos: Lutz Reinhardt

Heute Abend proben sie noch einmal für diesen Anspruch. Atemübungen. Die Verspannungen aus dem Körper fallen lassen, um ihn neu aufzubauen. Wirbel für Wirbel. Die Mitte finden, aus ihr heraus ritualisierte Töne hervorzubringen. Als Lippenstrudel, Summen, verschiedene Vokalklänge, laut-leise. Aus dieser „Gymnastik“ fließen quellhelle Stimmen in einen Kanon, der ganz wundervoll von der Akustik dieser Kirche getragen wird. Jetzt sind die Choristen bereit. Und ihre Leiterin sagt sehr präzise, doch respektvoll, wo winzige Details noch geändert werden müssen. Das klingt dann so: „Es dürfen Bass 1 und 2 und Sopran 2 ein bisschen leiser.“ Sopran 2 schaut überrascht, aber reagiert kommentarlos.

Sie kennen sich seit sieben Jahren. Den Anspruch für diesen eingespielten Laienchor formuliert die Freiberufliche Chorleiterin: „So gut wie möglich!“ Das wird deutlich an diesem Probenabend. Die scheinbare Leichtigkeit fließt aus Fleiß und einer gewissen Strenge. Ja, sie suchen noch männliche Stimmen. Aber nicht um jeden Preis. Es wird ausgewählt, die Stimme muss sich einfügen in den vorhandenen Chor. Die Herren der Kantorei präsentieren übrigens am kommenden Sonntag auch ein männliches Solo: “Am Wandlitzsee muss Liebe blühn” von Karl Alfred (1877-1935). Das zelebrieren sie leichtfüßig und erinnern dabei an die “Comedian Harmonists”. Mit “Back in the U.S.S.R.” von den Beatles reißt am Konzertende der gesamte Chor seine Besucher von den Bänken.Sie werden berührt sein.

Chorkonzert in der Zerpenschleuser Ziegelfachwerkkirche
mit der Wandlitzer Kantorei, a cappella und Chor & Orgel u.a. die “Peace Mass” von Bob Chilcott für Frauenchor und Orgel

Eintritt frei, Spende erbeten!

 

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