Morgenstunde (588. Blog-Notat)

Moin allerseits! Gestern bin ich nach meinem Zeichenvormittag durch den klammen Tag zu meinem Wunschbaum geschlendert, um unter ihm, am Gedenkstein meiner Sippe, eine schöne Winterheide zu setzen – ein Totengedenken. Es war mir irgendwie schwummrig und nicht wirklich wohl, woran auch immer es lag.
Zurück durch den Garten kamen mir auf der 140 Metern Wiesenpiste der Liebste mit unserem Besucher entgegen. Da stand er nun, der Peter aus Sachsen, den ich 20 Jahre lang nicht gesehen hatte. O.K. ich hatte meine Gartenschlumperjacke an… Er hielt ruckartig inne und meinte dann trocken: „Na, wir werden alle nicht jünger.“ Tach, Peter, wirklich charmant. Als die fünf Jahre Ältere hab‘ ich nicht mal gezuckt, ging mir ja eh nicht so dolle. Was macht man nach 20 Jahren miteinander? Reden und schauen, wohin sich der Andere bewegt hat. Zu mehr braucht es neue Verbindungen. Als er ging, wars mir hundekalt, nein, nicht wegen ihm. Ich maß einfach Mal Blutdruck und dachte, ich spinne 110: 192, warum auch immer. Kommt immer mal wieder vor, so unter dem Motto, wenn alle Kumpels im Körper unter zu wenig Sauerstoff ächzten, meint der Blutdruck, er wäre jetzt auch mal dran zu spinnen. Schön ist anders. Kurzum, gestern war nicht mein Tag, heute ist’s besser. Also ran ans Zeichenwerk!

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