Morgenstunde (472. Blog-Notat)

Noch eine Zeichnung, dann ist die Geschichte „Das Nebeltor“ abgeschlossen. Morgen und Montag kann man hier das Finale lesen, dann ist die Story erst mal in der „Welt“. Gestern war‘s echt stressig. Eine gute Seele mit Adleraugen hatte sich über diesen Text hergemacht. 😊 Reichlich eine Stunde haben wir am Telefon die Korrekturen besprochen und um meine Wortschöpfungen  gerungen – bis die Ohren glühten. Anschließend habe ich sämtliche veröffentlichte Blogkapitel korrigiert, jetzt müsste der Text weitgehend fehlerfrei sein. Mal sehen, wie es mit dem „Bilderbuch“ weitergehen wird. Das Adlerauge meinte, es wäre ein guter Stoff für einen Trickfilm. Natürlich werde ich die Arbeit erst einmal einem Verlag anbieten, aber in diesen Zeiten… Ich habe keine Ahnung, ob der Verlag derzeit Investitionen wagen kann und will.  Kann sein, es legt sich Staub drauf.
13 Monate ist die Kultur im Land in die Einsamkeit verbannt worden und  kein Ende in Sicht. Was wird bleiben? Eines ist klar, sie wird nur ausgedünnt zurückkehren. Denn Monate ohne berufliche Möglichkeiten, dass geht nicht nur ans Portemonnaie, sondern auch an den Stolz. Es gab mal Zeiten, da wollten junge Menschen „irgendwas mit Medien“ werden, dass hat nachgelassen, weil die Attraktivität und die gesellschaftliche Akzeptanz „der Medien“ nachgelassen bzw. Kratzer bekommen hat. Wer will schon als „Lügenpresse“ beschimpft werden? Ich denke, ähnlich wird es in der Zukunft vielen kulturellen Berufen ergehen, denn keiner will Verlierer werden. Die Gerichte sind ja erst jetzt angerufen worden zu entscheiden, ob dieses flächendeckende Berufsverbot für Kunst und Kultur in den Lockdown rechtens war und ist. Aber wie auch immer es ausgehen wird, es ist erst einmal geschehen und wer weiß wie viele Mutanten uns noch beschäftigen werden. Alles ungewiss.

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6 Gedanken zu „Morgenstunde (472. Blog-Notat)“

    1. Lieber Arno, ja, ich arbeite, aber alles wird immer schwerer, gelegentlich fühle ich mich wie Blei und keine guten Aussichten … Irgendwie durchhalten, lieber Arno. Ist das Maschinchen fertig?

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