Milchmond (37) – Beginn der 2. Winterschreibzeit zu dieser Kriminalgeschichte

Was bereits geschah:

Nach einem Schwesternstreit kommt Laura Acker nicht in das uckermärkische Dorf Sandberg zurück. Julie Acker wartet am nächsten Tag vergeblich auf ihre Ablösung bei der Betreuung der dementen Mutter. Aber Laura scheint abgetaucht. Doch in besagter Streitnacht geschah noch etwas anderes: Rosa Nagels Wald wurde geklaut, einen ganzen Hektar – einfach so. Die Polizei sieht kaum Chancen für eine Aufklärung des Diebstahls, deshalb statten die Waldbesitzer sich mit Wildkameras aus. Doch statt einem Langfinger läuft ihnen ein großer, weißer Wolf vor die Linse. Die fast vergessene Legende vom Milchmond bekommt wieder Zunder. Vorzeiten unkte man in der Schorfheide: Wenn es im Winter einen großen Milchmond gibt, holt sich der weiße Wolfsmann eine Braut, begehrt sie eine Nacht lang und versenkt sie im Morgengrauen im Reich der Toten.
Wochen später, nach dem ersten großen Wintersturm, finden die Feuerwehrmänner bei ihren Aufräumarbeiten Lauras leblosen Körper unterm Schneelaub. Das Dorf hält den Atem an. Haben der große Holzklau und der Mord etwas miteinander zu tun? Ist gar der Mörder einer von ihnen? Oder ist die Legende vom weißen Wolf Wahrheit geworden?

Letztes Kapitel aus dem März 2018 hier:

Milchmond (37):
… Anna und Luise telefonierten nach ihrem Waldmarsch mit der Polizei und erzählten von  ihrer merkwürdigen Entdeckung. Auf den Steckbriefen, die inzwischen verwittert in den Dörfern der Heide hingen, wurde extra darum gebeten, die Augen offen zu halten und seltsame Dinge zu melden. Die Waldschwestern hatten auf ihrem Heimweg diskutiert und arg gezögert, mit den Behörden in Verbindung zu treten. Seit der politischen Wende 1989 hatten sich die Frauen aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Sie wählten noch immer die Roten, aber nur, weil die anderen ihr altes Leben missachteten und sie zu Kostgängern machten. Abgeschoben in den Vorruhestand und damit in ein ärmliches Dasein, kamen sie einfach nicht in der neuen Zeit an und jene fand auch nicht zu ihnen in den alten Katen am Waldrand. Doch in diesem Fall, wo es doch um die Ackertochter ging, überwanden sie sich zu dieser Kontaktnahme und erklärten sich auch bereit, die Beamten zu dem Versteck im Wald zu führen…

© Petra Elsner
2. Januar 2019

Hinweis zum Urheberrecht:
Der Text darf ohne Angabe des Urhebers nicht weiterverwendet oder kopiert werden. Auch das Zitieren von Textstellen bei Veranstaltungen bedarf meiner Genehmigung.

Alle in dieser Kriminalgeschichte vorkommenden Namen, Personen, Organisationen, Orte sind erfunden oder werden rein fiktiv benutzt. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Geschehnissen, Orten oder Personen, lebend oder tot, sind nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Dieser Beitrag wurde unter Aktion öffenliches Schreiben zum Schorfheidekrimi: Milchmond abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.