Morgenstunde: Gegen Gasbohren (139. Blog-Notat)

Ein 400 Jahre alter Waldweg durch die Schorfheide. Man muss sich entscheiden, sollen unsere Naturschätze noch für unsere Kinder erlebbar sein….

Die holländische Gasindustrie streckt schon seit 2014 ihre Finger nach der westlichen Schorfheide aus, aber so recht haben viele es nicht geglaubt, dass der Naturschutz im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin unterliegen könnte. Ich kann es nicht fassen, dass die Brandenburger Politik und die Stadt Zehdenick mit der Erkundung ein Scheunentor geöffnet hat und nun die Firma Jasper Resources ihre Messtechnik auf den nahen Waldstraßen bei Kurtschlag in Position gebracht hat, um die tatsächliche Größe der Fundstätten in etwa 4000 Meter Tiefe zu erkunden. Eine Erlaubnis zur Förderung besteht noch nicht und das gilt es auch zu verhindern, denn wenn sie erst bohren, werden u.a. die Schorfheidegemeinden Kappe und Kurtschlag mit Schadstoffen belastet sein, das Erdbebenrisiko steigt, die Grundwasserschätze könnten mit krebserregenden Bohrschlamm zerstört werden, was an die Umweltsünden der Russen in unsrer Region erinnert. Ich will nicht wiederholen, was z.B. Manfred Lentz für kurtschlag.de bereits umsichtig schrieb, doch ich will hier explizit mein Unbehagen und meinen Widerstand ankündigen. Ich werde bei den zukünftigen regionalen Wahlen keinem mehr meine Stimme geben, der dieses Unterfangen unterstützt und ich werde mich demokratischen Aktionen der “Bürgerinitiative gegen das Gasbohren” anschließen.

Dieser Beitrag wurde unter Morgenstunde - Blogkolumne abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu Morgenstunde: Gegen Gasbohren (139. Blog-Notat)

  1. Werner sagt:

    In meiner Region sind die Auffindungsbohrungen gescheitert . Die Bohrkosten standen in keinem Verhältniss zu der wirtschsftlichen Gewinnen, die man sich erhofft hatte. Ich habe mich auch sofort einer Bürgerintiative angeschlossen und viele Infoveranstaltungen besucht. Ich hoffe das ihr die Bohrungen abwenden könnt. Fracking senkt die Lebensqualität einer ganzen Region.

    • Petra Elsner sagt:

      Lieber Werner, man muss sich eben seiner Haut erwehren, auch wenn das nicht eben bequem ist. Ich war zur Wendezeit so viel auf der Straße, hab in demokratischen Debatten gesessen, Programme miterfunden… eigentlich hat das für ein ganzes Leben gereicht… Aber man darf so einen Raubbau einfach nicht zulassen! Abendgrüße für Dich

  2. Liebe Petra, ich drück euch die Daumen, dass ihr den Wahnsinn unterbinden könnt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.