Morgenstunde (130. Blog-Notat)

Bei Nachrichten wie diesen wird mir es mulmig: „Immer weniger Bücher werden in Deutschland erworben (und gelesen)…“, was ja schon lange prophezeit wurde und Autoren schon längst erfuhren. Nicht lesen, heißt dann irgendwann auch nicht mehr schreiben können… Die Menschheit verblödet und ist so schön manipulierbar. Lange Hintergrundgeschichten verpuffen – keine Chance gegen die Masse von face news, die Rattenfänger und Fundamentalisten. Lesen aber ist Erdung, Besinnung in all der Hatz, Wissen schöpfen und Herzensbildung. Noch kommen in der Adventszeit Bücherleser und Bücherschenker in mein Atelier, aber es werden auch hier spürbar weniger, weil die Alten sozusagen aufräumen und eher abgeben, als neue Schwarten einzulagern. Das Groh der Jüngeren wächst nicht nach. Und mein Sohn meint: „Mama, wenn ich dann mal wieder einen treffe, der noch liest, dann mache ich für Dich ein bisschen Werbung. ☹. Tja, dumm gelaufen und es geht hier gar nicht zuerst um mich…

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2 Kommentare zu Morgenstunde (130. Blog-Notat)

  1. hanneweb sagt:

    Der Trend zu digitalen Büchern kann und sollte sich einfach nicht weiter so entwickeln und wird es auch nicht, wie ich kürzlich in einer Statistik dazu las.
    Gibt doch nichts schöneres, als ein richtiges Buch zur Hand zu nehmen und darin zu Blättern, anstatt zu scrollen denke und empfinde ich.
    Liebe Grüße von Hanne und hab noch einen schönen Tag ?

  2. Petra Elsner sagt:

    Liebe Hanne, ja das ist so, sich in ein gutes Buch zu versenken heißt: Glück zu tanken. Den Einsamen schenkt es Gesellschaft, den Leeren neue Gedanken, den Kranken Lebensfreude… Leider betraf die Nachricht auch ebocks. Mein Hausverlag betreibt viel Leseförderung in den Grundschulen und ich helfe gelegentlich dabei mit. Doch es ist schon erschreckend wie viele Leseschwächen dabei wahrzunehmen sind… Hab Du auch einen schönen Tag und DANKE für Deine Worte!

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